SurfRabbit - und noch ein Greasemonkey-alike Teil für Safari (keine Ahnung ob die Rabbits in Javascript geschrieben sind, aber die Auswirkungen sind ähnlich).
Archiv 16.2.2006 - 25.2.2006
Wow.
Nerdcore - A Blog about very cool Stuff. Und so.
Stell Dir vor, all die grauen Herren in ihren Anzügen in ihren Lofts hätten keine Macht über den Klang in unseren Ohren, über die Flächen unserer Städte, über die Dinge, die wir lesen. Marktanalysen würden nichts zählen, weil der Markt, genau wie wir, ein Schwarm Schmeißfliegen ist, der sich nicht vorhersagen lässt. Die Straße wäre voller arbeitsloser Juristen. Die zögen dahin, wo sie bluten für ihre Sicht auf alles, zusammen mit ihren Kumpels, den Betriebswirtschaftlern, den Marketingheinis, den Bänkerspacken, den Versicherungsheinzes. Weil sie nicht begreifen, was es bedeutet, wenn wir uns zusammentun und vernetzen, miteinander reden. Der Mensch ist die kleinste wirtschaftliche Einheit? Fuck you, der Mensch ist alles, was wir haben. Und das ist wirklich viel, wenn man nur einmal wagt, darüber nachzudenken.
Angebliche Wettermanipulation?
Donnerwetter erstattet Anzeige wegen angeblicher Wetterbeeinflussung - Hoax? Joke? Oder zu grosser Konsum möglicherweise nicht ganz legaler Mittel? Im Infoblatt der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft taucht das aber auch auf. Also doch was dran? Die Anzeige von Donnerwetter klingt ja ernstgemeint. Wetterbeeinflussung selber ist ja durchaus ein reales Thema - und z.B. in den USA in einigen Bereichen durchaus im Einsatz, allerdings auf recht kleinem Rahmen (z.B. zur vorzeitigen Aktivierung von Wetterfronten, um grössere Benachteiligungen der Landwirtschaft in bestimmten Regionen zu vermeiden). Sollte also tatsächlich jemand über Deutschland mit sowas rumexperimentieren?
Democracy Player - ein RSS-Aggregator, der in Enclosures Bittorrent-Files erwartet und diese dann automatisch runterlädt. Viele Features, bildet im Prinzip TV-on-Demand ab.
Google Macintosh Dashboard Widgets - das was draufsteht ist drin. Dashboard Widgets von Google für Google.
Growl! - kennt ja jeder mitlerweile, optisch ansprechende Infofenster, kann man auch aus Scripten heraus nutzen.
Live Thumbnails: Watch 'em Grow - interessante Art aus Thumbnails direkt Grossbilder zu machen, ohne einen Seitenwechsel einzulegen. Allerdings aufgrund der erfundenen Attribute kein valides HTML4.
The Little Calculist: JavaScript language level - JavaScript als Sprache direkt in DrScheme unterstützt. Damit gibts die genialen Werkzeuge von DrScheme auch zur Bearbeitung von JavaScript.
Water: the structure and properties of liquid water - alles was man über Wasser (ja, dieses H2O Zeug) wissen will/soll/kann.
iWeb und sein Output
Ich hab ja kürzlich mit Sandvox und Rapidweaver zwei verschiedene Editoren zur einfachen Erstellung von Webseiten angetestet. Jetzt hab ich auch eine Site mit iWeb gemacht. Sandvox schied wegen gigantischer Speicheranforderungen aus, Rapidweaver zeigte schon ein paar nette und interessante Features und war vor allem fix. Aber die Styles waren nicht so professionell wie die von Sandvox. Wie macht sich iWeb?
Nunja, guckt euch die Site an. Ich hab auf Anhieb gleich eine ganze Reihe von Problempunkten gesehen:
- der Style in iWeb sieht wesentlich "slicker" aus als dann im gerenderten Output. Fontrendering ist eben auf Webseiten nicht mit jedem Browser wirklich gut.
- die idiotische Redirection und die doch eher unüblichen Ordnernamen. Klar, ich kann meine Site auch anders nennen - aber warum zu Kuckuck soll ich meine Site umbenennen, nur weil iWeb daraus direkt einen Ordnernamen macht?
- die URLs sind alles andere als schön - und ich finde generell eine Redirection auf der Start-URL dämlich, da kann man doch wirklich intelligenter vorgehen und das Default-Dokument sinnvoll benutzen. Und guckt euch mal die Blog-Seiten an, was die für URLs bekommen. Ekelhaft.
- mit Lynx kann man das ganze überhaupt nicht benutzen. Die Redirects sind falsch und die Links werden auch nicht mehr angezeigt.
- auch wenn der HTML-Code validiert, so ist er trotzdem nicht wirklich semantisch. Überschriften werden nicht als Hx gesetzt, sondern einfach nur per Styles grösser gemacht.
- Layouts werden zwar nicht mit Tabellen gemacht, aber durch Inline-Styles werden DIVs als Tabelle missbraucht. Sorry, aber nur das Tag zu ändern macht ein Layout nicht schön.
- der Sourcecode ist komplett unlesbar und scheisse.
- schon die Grundseiten enthalten ständig JavaScript für diverse Zwecke. Und nein, iWeb hat darüber im Editor definitiv nicht informiert. Wie soll man so erwarten, das Mac-User sich dann später auch Gedanken zu den Problemen von JavaScript-basierten Elementen machen?
- wieso eine Firma, die sich selber Text-Vorleser programmiert, eigene Rechtschreibkorrekturlösungen baut und auch ansonsten relativ gut mit Text umgehen kann ausgerechnet die Verkürzung der Blogbeitragstexte so macht, das mitten im Wort abgeschnitten wird, weiss wohl nur Apple alleine.
- Accessibility? We don't need no stinking Accessibility.
Ich hoffe ja mal, das Apple da deutlich nachbessert. Ich mein, semantisches Layout und Source der den Accessibility-Richtlinien entspricht ist ja nun wirklich nichts neues. Warum Apple da einen dermaßen miesen HTML-Code produziert ist mir echt ein Rätsel.
Nikon D200 Full Review
Bei DPreview gibts jetzt den vollständigen Review der Nikon D200. Wenn ich mir die technischen Daten und vor allem auch natürlich die Messwerte angucke, dann hat Nikon da definitiv ein Topgerät gelandet. Das macht aus meiner Sicht absolut Konkurrenz zu den Canon-Geräten. Und wenn ich mir dann auch noch dieses schnuckelige Makro von Nikon angucke, dann wird mir ganz warm ums Herz - ein 2.8er Lichtstärke 150er Bildwinkel mit Bildstabilisator - das wäre definitiv was feines. Dazu dann noch die Zeiss Objektive für Nikon F und das kombiniert mit den Mattscheiben von Katz Eye(die auf der Nikon keine Änderung der Anzeigen im Sucher bewirken - anders als bei den Canon-Kameras - und auch keine starke Änderung in der Belichtungsmessung), dann könnte das für mich schon fast fotografisches Nirvana bedeuten. Zumal mir die Kamera sehr gut in der Hand lag, als ich sie letztens bei Fotohändler des geringsten Misstrauens mal in die Finger genommen habe.
Ok, jetzt muss ich nur noch rauskriegen, welche Objektive für das Nikon-Bajonett wirklich ein brauchbares Bokeh haben - denn das, was ich bisher so im Nikon-Umfeld gesehen habe, fand ich weniger überzeugend. Ok, die Zeiss-Linsen dürften da ziemlich klasse sein (ich hab die ja schon für meine Contax RTS III), aber ein paar AF-Objektive wären schon nett. Das Makro wäre da natürlich an erster Stelle der Wunschliste, da ich ein solches Makro an meiner Canon zu schätzen gelernt habe (unter anderem wegen der gnadenlos guten Bildqualität im Vergleich zu normalen Objektiven).
Ausserdem muss ich dann noch jemanden finden, der mir meine Canon-Ausrüstung zu einem annehmbaren Kurs abkauft, oder alternativ im Lotto gewinnen oder ne Bank überfallen ...
Aber schon komisch, das ist das erste Mal, das eine Nikon-Kamera wirklich einen "haben wollen" Reflex auslöst - bisher hat Nikon das nie geschafft, allenfalls ein "wär ganz nett zu haben" Effekt war beobachtbar. Und wer mich kennt, weiss das ich vor fast nichts zurückschrecke wenn der Anreiz gross genug ist
Patentamtsidiotie in den USA
Softwarepatente sind ja was ganz tolles, deshalb wird sicherlich keiner der Verfechter dieses Hirnrisses was gegen das Patent auf jede Art von Internet-Rich-Client haben. Wenn das sich hält, werden in den USA demnächst Ajax-Anwendungen zu Patentverletzungen und eine kleine Klitsche ohne reale Produkte zockt dann Firmen ab, nur weil die ein Patent auf etwas haben, das sie selber nicht im geringsten entwickelt oder auch nur gefördert haben.
RubyForge: Ruby Port to Nokia 770 Internet Tablet: Projektinfo - Ruby ist jetzt auch auf dem Nokia 770 verfügbar. Mit Python und TCL ist das schon eine stattliche Zahl von Onboard-Programmiersprachen.
Scsh PhotoBase - ist eine Foto-Verwaltungs-Software ala iPhoto, aber in Scheme geschrieben und für Benutzung über das Web. Bisher nur eine Ankündigung, aber der Source soll definitiv released werden.
So bescheisst man Kunden
RWE macht hohe Gewinne auf Kosten der Kunden:
Der Energie-Konzern trumpft auf. Das Betriebsergebnis übertrifft die Erwartungen der Experten und auch der leichte Umsatzrückgang überrascht nicht. Hauptgrund für den Geldsegen waren die hohen Strompreise.
Klar, die Strompreiserhöhung war alleine durch externe bestimmt und hatte garnichts damit zu tun, das die RWE schlicht und einfach ihre regionale Monopolstellung ausnutzen will. Dabei ist dann die Äusserung aus dem NRW-Wirtschaftsministerium, das dieses eventuell die Beutelschneiderrei um 25% kürzen will, eher lachhaft - denn die gesamte Strompreiserhöhung dient einfach nur der Bereicherung des RWE-Konzerns.
Tomato Torrent - ein netter Bittorrent Client für OS X.
Tor GUI Competition
Die GUI Competition für tor - ein gutes Werkzeug zur Sicherung der Privatsphäre des Internet-Benutzers - kannte ich noch garnicht. Tor selber benutze ich ja schon eine Weile - und eine Zeit lang habe ich auch einen tor Router betrieben - aber die Nutzung, speziell bei dynamischer Netzanbindung, ist immer noch etwas hakelig für normale Endbenutzer. Natürlich vertrete ich auch die Meinung das Endbenutzer ruhig etwas mehr über ihren Rechner lernen sollten und deshalb die Installation und Nutzung von tor auch für diese Leute machbar wäre - aber wenn wir wirklich wollen das tor ein Zeichen gegen die Datenspionage des Staates setzen kann, dann brauchen wir definitiv grafische Oberflächen zur Aktivierung, Nutzung und Konfiguration. Denn nur dann werden auch normale Benutzer darüber nachdenken ob sie es nicht doch einsetzen sollten.
Aus diesem Grund freut es mich auch ganz besonders, das die COmpetition jetzt in die nächste Phase - die tatsächliche Programmierung der GUIs - gegangen ist. Und als blöder Mac-Maus-Schubser wünsch ich mir natürlich auch eine OS X Oberfläche dafür
Übrigens gibt es eine sehr praktische - und meiner Meinung nach einleuchtende - Anwendung von tor: öffentliche WLAN Hotspots. Auf denen läuft die Kommunikation in der Regel unverschlüsselt ab. Damit sind alle Zugriffe direkt für andere sichtbar - unbrauchbar zum Zugriff auf Sites bei denen man ein Passwort hat, wenn diese nicht auch gleich SSL anbieten. Und ganz besonders problematisch mit all den anderen unverschlüsselten Diensten, mit denen man gerne im Internet rumspielt - IRC zum Beispiel (ein privat chat ist nicht mehr allzu privat, wenn man ihn über einen öffentlichen WLAN Hotspot führt ...). Tor kann hier sehr einfach helfen - eine lokale tor-Installation auf den Rechner und die Client-Software passend konfigurieren und schon hat man eine Art Über-VPN.
Das ist auch ein Grund, warum ich mir eine tor-Portierung auf das kleine Nokia 770 Tablet wünsche
Ich selber benutze tor nicht bei allen Diensten - habe aber generell auf dem Mac eine Netzwerkkonfiguration parat, bei der tor und privoxy durch Auswahl aktiviert werden (ich würd mir wünschen das ich den socks-forward bei privoxy per privoxy-GUI toggeln könnte - dann könnte ich nämlich die Privoxy-Umgebung generell aktiv halten und nur bei Bedarf den tor zuschalten). Dadurch kann ich unterwegs schnell und einfach tor zuschalten. Für Jabber benutze ich Psi, bei dem ich den tor-Dienst generell aktiviert habe. Bei IRC bentze ich XChat-Aqua, welches recht einfach mit verschiedenen Serverkonfigurationen bestückt werden kann, so das ich tor aktivieren oder deaktivieren kann (viele IRC-Netze erlauben keine IRC-Nutzung über tor).
Ein GUI auf dem Mac sollte sich meiner Meinung nach in die Netzwerkumgebungen beim Mac einklinken, also über die Aktivierung dann entsprechende Änderungen vornehmen, genauso wie es der Umgebungswechsel macht. Und man sollte wie früher bei den alten Mac Locations recht leicht anderen Programmen neue Configs unterschieben können, für die Programme bei denen der Proxy manuell eingetragen werden muss.
Verstrahlter Koch
Koch plädiert für eine längere Laufzeit für das "unsicherste" Atomkraftwerk:
Der hessische Ministerpräsident Roland Koch sprach sich hingegen für eine Laufzeitverlängerung aus. Es sei im Landesinteresse, das Kraftwerk so lange wie möglich in Betrieb zu lassen, insbesondere wenn der Betreiber RWE bereit sei, den Meiler nachzurüsten, sagte der CDU-Politiker im Landtag.
Wie, das Teil ist eines der störanfälligsten und unsichersten Kraftwerke in Deutschland? Was, das Kraftwerk ist mehrfach mit Störfällen aufgefallen und der Betreiber ist mehrfach dadurch aufgefallen, das er diese Störfälle zu vertuschen versucht hat? Aber klar, wir glauben dem Betreiber einfach mal, das er das Kraftwerk aufrüstet und sicher macht. Genauso wie wir ihm glauben, das die ganzen Strompreiserhöhungen nicht einfach nur dazu dienten, seinen Gewinn auf Kosten der Bürger zu erhöhen.
Wasabi Systems hat eine recht brauchbare Betrachtung was die GPL eigentlich wirklich für Firmen bedeutet. Desweiteren ist dort auch ein Kapitel, das sich mit binären Kernelmodulen beschäftigt - und wieso diese eine GPL-Verletzung darstellen.
An die Content-Diebe
Da mal wieder wie an der Blogbar beschrieben Contentdiebe unterwegs sind, mal präventiv für diese eine Erklärung, was eine CC-Lizenz mit Share-Alike-Bedingung und Non-Commercial bedeutet: keine Ads auf den Seiten. Keine kommerzielle Site - also z.B. bezahlte Accounts oder ähnliches. Und ja, ich meine das mit den Non-Commercial ernst. Share-Alike hat auch eine einfache Erklärung: eine Site, die meine Inhalte wiedergibt, muss unter der gleichen Lizenz stehen, wie meine Site.
Wer die beiden Bedingungen (über die Erklärung von Attribution reden wir mal nicht) nicht erfüllen kann, muss wohl oder übel nachfragen. Und das bedeutet nicht, das eine Nicht-Reaktion eine stillschweigende Zustimmung wäre - wer keine explizite Erlaubnis von mir hat und sich nicht an die CC-Lizenz halten kann, muss eben die Griffel von meinen Inhalten lassen.
Und wer meint, das ich ihm nix kann: wer so blöd ist sich Inhalte aus RSS-Feeds automatisch zu ziehen, sollte darüber nachdenken, das die ziehende Maschine erkennbar ist (ganz besonders bei "stationären" Diensten) - und man durchaus passende Feeds für einzelne Server bereitstellen kann, wenn man seine Software so wie ich selber programmiert. Und glaubt mir, liebe Content-Diebe: die Inhalte, die ihr dann ziehen würdet, würden euch garantiert nicht gefallen.
Babylonische Erklärung für die Nebra-Himmelsscheibe?
Die Nebra-Himmelsscheibe ist eine astronomische Uhr:
Eine babylonische Keilschrift aus dem siebten Jahrhundert vor Christus und die Detektivarbeit eines Hamburger Astronomen haben das Rätsel um die Himmelsscheibe von Nebra gelöst: Rahlf Hansen entschlüsselte eine Schaltmonat-Regel, die von der 3600 Jahre alten Bronzescheibe abzulesen ist.
Mit der Regel wird das Mondjahr und das Sonnenjahr wieder synchronisiert - das Mondjahr ist etwas kürzer als das Sonnenjahr und daher läufts im Laufe der Zeit aus der Synchronisation, mit der Regel auf der Scheibe wussten die Besitzer wann sie den Mondkalender durch Einschub eines Schaltmonats zurücksetzen mussten.
Schon verrückt, wenn man bedenkt, das die Scheibe aus der Bronzezeit ist. Und Babylonien und Sachsen nicht wirklich dicht beieinander liegen (wobei die Aufzeichnungen fast tausend Jahre jünger sind, was die Leistungen der Hersteller der Scheibe noch interessanter macht).
Clim-Desktop project - erste Ansätze für eine integrierte Common Lisp Entwicklungsumgebung auf Basis der freien CLIM Implementierung.
Jetzt kommt IBM in Fahrt
Erinnert sich noch jemand an diesen Dauergerichtstermin zwischen SCO und IBM? GROKLAW bringt eine Reihe von Dokumenten mit Anforderungen von IBM an diverse Firmen. Microsoft, Sun, HP, Baystar - mit sehr vielen, sehr interessanten Fragen. Hey, das Verfahren könnte so langsam wieder etwas interessanter werden
Musikindustrie verblödet immer mehr
Jetzt wollen sie "Intelligente Aufnahmesoftware" verbieten - ohne zu verraten, was das denn sein soll. Aber sie wollen natürlich die Privatkopie beschränken, Mitschneiden aus dem Radio einschränken, die Sendefreiheit für den Hörfunk einschränken und auch sonst alles unternehmen um sich selber zur Bedeutungslosigkeit zu degradieren - denn wenn keiner mehr freien Zugang zur Musik hat, werden die Menschen sich auf Dauer den freien Zugang anderweitig besorgen. Letztendlich fördern die hirnrissigen Forderungen der Musikindustrie auf lange Sicht nur die illegale Verbreitung von Musik als das sie diese eindämmen.
Das Problem dabei ist allerdings, das sich die Prolethiker in Berlin eh schon die ganze Zeit von der Musikindustrie vorführen lässt und immer mehr von dem geforderten Schwachsinn umsetzt. Und so können wir uns vermutlich auf noch mehr irrwitzige und hirnlose Gesetze freuen, so lange bis vielleicht doch mal dem Verfassungsgericht der Kragen platzt und sie dem Unsinn einen Riegel vorschieben. Den dann aber vermutlich die Prolethiker genauso ignorieren wie andere Entscheidungen aus Karlsruhe ...
Netz-Neutralität gefährdet
Telekom fordert Geld von Content-Anbietern - und stösst dabei ins gleiche Horn wie die US-Telecoms:
Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke hat angekündigt, die Telekom wolle künftig Geld von Anbietern wie Google, Yahoo, Amazon und eBay verlangen. Es könne nicht sein, sagte er der «Wirtschaftswoche», dass der Kunde für das Breitband-Netz allein zahle.
Und wer garantiert, das es nur die grossen Content-Anbieter betrifft? Und wer garantiert, das demnächst kleine Kunden, private Sites etc. noch die gleiche Leistung erhalten wie die Grossen? Denn genau das bedeutet die Netz-Neutralität: das die Leistung für alle Beteiligten gleich ist. Auch wenn Ricke so tut als würde er sich da zum Anwalt der Kunden machen, es geht doch nur darum, das die Backbone-Betreiber mehr verdienen wollen, ganz besonders die aus dem Telekommunikationssektor.
Etwas deutlicher wirds bei Heise, was diese Forderung der Telekoms bedeutet: letzendlich zahlen die Anbieter dann mehrfach für die gleiche Leistung. Erstmal bezahlen sie bei ihrem Hoster oder Provider für die Connectivity. Dann zahlen sie nochmal für die gleichen Bytes an die Backbones. Und dann zahlt der Besucher auch noch für dieselben Bytes an seinen Provider. Das ist klassische Telekoms-Abzocke (und ich meine damit durchaus mehr als nur die Deutsche Telekom).
Die Backbones haben eigentlich ihre Finanzierung über die Peering-Abschlüsse mit anderen Backbones (sofern dort asymmetrische Lastverteilung vorliegt) und durch eigene, direkte Anschlüsse von Anbietern und Nutzern. Jetzt wollen sie Geld von Beteiligten, die mit ihnen gar keine Verträge haben - sondern nur über Verträge Dritter die Leistungen der Telekoms nutzen. Und das ist schlicht Beutelschneiderei.
Phollowing the Phlopping Phish
Wer mehr über die peinliche Panne bei Geotrust wissen will: Phollow the Phlopping Phish beschreibt die Phishing-Attacke mal aus Sicht eines Benutzers. Mit Screenshots und Dokumentation wie gut die Site gefälscht war und wie wenig ein normaler Benutzer das durchschauen konnte.
The Linux Kernel Driver Interface - warum der Linux Kernel seine internen Kernel Interfaces nicht als "stable binary interface" (oder überhaupt als "stable interface") ausgelegt hat.
virtuelles Bluetooth Keyboard
Ich hab jetzt ein i-Tech Bluetooth Virtual Keyboard(frech den Link aus den Sourcen gepult - die Site ist sonst nämlich nicht sinnvoll bedienbar und ohne JavaScript gibts keine direkten Produktlinks - klare Fall von "dämlicher Designer Syndrom"). Sehr nett das ganze - die Tastatur wird auf den Tisch projeziert und dann mittels darüber liegender Infrarotschranke abgetastet. Die virtuellen Tasten funktionieren hervorragend.
Gekauft hab ich bei Expansys, allerdings haben die mir eine UK-Version geliefert - das Netzteil passt nicht in deutsche Steckdosen. Die Belegung ist natürlich immer englisch, aber das Steckernetzteil hätte ich schon gerne in der passenden Ausführung (deshalb auch die komischen Links auf Adapter von Englisch auf Schuko ).
Die Integration mit dem Nokia 770 ist sehr einfach - man holt sich einfach das Bluetooth Keyboard Plugin und installiert dieses. Achtung: wenn die Leiste mit den Icons oben auf dem Display schon voll ist, wird das Bluetooth-Icon möglicherweise nicht mehr angezeigt. Dann muss man sich von einem seiner Statusbalken-Plugins trennen.
Danach muss man einfach in die Einstellungen des Plugins gehen und bei angeschalteter (und sicherheitshalber resetteter) Tastatur diese aus der Liste der verfügbaren Geräte auswählen und Pairen. Danach erkennt das Plugin automatisch die Tastatur wenn sie eingeschaltet wird - man braucht also nicht manuell zu connecten, einfach das Tablet neu starten, die Tastatur einschalten und los gehts. Ausschalten der Tastatur wird auch brav vom Tablet als Disconnect erkannt.
Oh, und diese Laserprojezierte Tastatur ist nicht nur äusserst praktisch, sondern auch noch absolut cool.
Zeichen der Krise
Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat 2005 mit einem Rekordergebnis beendet. Wie das Unternehmen mitteilte, kletterte der Umsatz um 14 Prozent auf 42,7 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss stieg um 50 Prozent auf 3 Milliarden Euro. Und auch für das laufende Jahr sieht sich BASF gut gerüstet.
Oh, ja, der Gewinn bei Ernährung und Pflanzenschutz hat einen rückläufigen Gewinn - naja, da werden die Politiker mit der Gensaat-Verordnung sicherlich der BASF dann auch demnächst Rekordgewinne mit steigender Tendenz verschaffen, wenn denn endlich der Industrie die Knebelung von Landwirten an ihre Saaten, Dünger und Gifte gelungen ist.
Auch putzig die hohen Gewinne im Bereich Öl und Gas. Natürlich sind die Preissteigerungen in den Bereichen alleine durch die hohen Kosten entstanden und haben nichts damit zu tun, das Öl und Gas Konzerne ihre Gewinne steigern wollen. (Ja, auch BASF ist im Bereich Erdgas fleissig - z.B. durch Wintershall, ein Unternehmen der BASF-Gruppe).
Was wohl die 3600 Arbeitnehmer von BASF in Ludwigshafen, deren Stellen in 2004 abgebaut wurden, von dieser Unternehmensentwicklung halten? Speziell die, die nicht über Abfindungen oder Altersteilzeit, sondern über Verschieben in eine Zeitarbeitsfirma rausgeschoben wurden?
#4G European Grounded "Shuko" Adapter. Walkabout Travel Gear (tm) - Adapter für haufenweise Steckerformate auf Schuko. Könnte mein Retter sein, wenn Expansys das Netzteil für das i-Tech-Keyboard nicht in Schuko-Ausführung verfügbar hat ...
8-p.info - Creammonkey - sowas ähnliches wie Greasemonkey, nur für den Safari.
Bluetooth Security - Sicherheit bei Bluetooth - was geht, was gemacht wird, was dahinter steckt.
Migrate apps from Internet Explorer to Mozilla - interessanter Artikel der eine Reihe von Fallstricken beim Wechsel zwischen IE und Mozilla.
PlayDeluxe Shop - Online-Shop - da gibts auch einen Adapter Englisch-auf-Deutsch. Deutlich billiger. Nach "adapter englisch" suchen.
Browser sind eben keine Programmstarter
Apples Safari führt Shell-Skripte automatisch aus - genauer gesagt kommen eine ganze Reihe von Techniken zusammen zu Einsatz. Der Auslöser ist aber die blöde Eigenheit von Safari bei bestimmten Dateitypen automatisch den passenden Viewer zu starten - und manche Dateitypen dann falsch zuzuordnen. Generell ist es eben schlicht und einfach eine blöde Idee, wenn ein Browser Downloads als sicher oder unsicher versucht einzustufen und dann an ein externes Programm weitergibt - denn meistens ist dieses externe Programm in keinster Weise darauf vorbereitet, unsichere Inhalte zu erhalten. Sobald dann der Browser sich verschätzt, ist der Trojaner funktionsfähig.
Also Leute: schaltet die "Ausführung sicherer Dateitypen" im Safari aus. Und Apple könnte das gleich mal als Anlass nehmen diese Funktion endlich mal aus Safari auszubauen. Der paar Klicks mehr werden den Benutzer nicht umbringen ...
Update: und hier der Grund, warum ich über solche Bugs leicht angepisst bin - sorry, aber das ist Microsoft-World, nicht Unix-World. Bitte mal am Riemen reissen und nicht solchen Unfug treiben

Know Your Enemy: Learning with VMware - wie man mit VMWare ein virtuelles Honey-Net baut und sich anguckt, was und wie geknackt wird.
Snowball - findet Wortstämme in verschiedenen Sprachen. Algorithmen in einer speziell dafür entwickelten Sprache. Praktisch für klassische Wortlisten.
Stéphane Ducasse :: Free Online Books - eine ganze Reihe von freien Büchern über Smalltalk. Zum Teil nur gescanned, zum Teil als echte Text-PDFs. Eine ganze Reihe von Klassikern sind dabei.
ZNC - RottenBoy - interessanter IRC Bouncer (Proxy) für mehrere User. Deutlich leistungsfähiger als der von mir bisher verwendete Muh.
Bush und die Atomkraft
Bush fordert mehr Atomkraft Einsatz:
"Unser Plan ist es, die Nutzung sicherer und sauberer Atomenergie zu erhöhen", sagte Bush, der vor wenigen Wochen eine Reduzierung der Öl-Abhängigkeit gefordert hatte. Intensiviert werden sollen auch die Entwicklung und Nutzung neuer Technologien für die Solar- und Windenergie.
Das aber dummerweise der Rohstoff Uran ebenfalls limitiert ist, es sich also garnicht um eine wirkliche Alternative zu Öl handelt, und das bei der Atomkraft das ganze Thema der Endlagerung der atomaren Abfälle überhaupt nicht gelöst ist, das alles interessiert ihn überhaupt nicht.
Die Patentlösung der Vollidioten - statt sich auf Öl als langsam zur Neige gehenden Rohstoff zu stützen, wählt man einen anderen zur Neige gehenden Rohstoff, der viel gefährlicher und dreckiger ist. Ganz tolle Strategie.

Natürlich schert ihn auch nicht, das er gerade erst seine Krise mit dem Iran hat, weil dort das Atomprogramm möglicherweise eben nicht nur für die Stromerzeugung dient. Und das in den USA aus guten Gründen (Kosten und Gefahren) die Atomkraft seit den 70ern nicht mehr aktiv gefördert und erweitert wird.
Die tatsächlich naheligendere Zukunftsvision - den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energieträger - wird aber wieder mal völlig ignoriert. Wär ja auch zu einfach, wenn man sich des Problems der nicht-erneuerbaren Energieträger widmen würde, nämlich der nicht-Erneuerbarkeit ...
United States of Absurdity
Laut National Public Radio wurden wärend der Katrina-Evakuierung Schwerkranke mit einer Giftspritze getötet, weil sie nicht rechtzeitig evakuiert hätten werden können. Ja, dem amerikanischen Gesellschaftsmodell das sowas möglich macht (und andere Absurditäten wie die Suspendierung kleiner Kinder in der Grundschule wegen angeblicher sexueller Belästigung anderer Kinder oder Rauswurf einer Krankenschwester wegen angeblicher Volksverhetzung - weil sie die Bush-Administration wegen ihres Katrina-Missmanagements kritisiert hat) muss Europa dringend nacheifern. Wir sind hier noch nicht bescheuert genug.
Und an diejenigen, die mir dann wieder Salon-Antiamerikanismus unterstellen: sorry, aber das ist nix salonmäßiges mehr. Für mich ist die USA ein kollektiver Fall für die Klapsmühle. Und erzählt mir nicht, man müsse zwischen den Menschen in Amerika und der jeweiligen Regierung und Administration unterscheiden - ein nicht ganz unerheblicher Teil dieser ach so verteidigungswürdigen Bevölkerung hat den Oberschwachmaten gewählt.
Und ja, ich bin mir durchaus der Ironie des Ganzen in Anbetracht der derzeitigen hirnlosen Berliner Besatzung bewusst. Wir sind nicht mehr weit von dem gleichen Wahnsinn entfernt.
Cocoa für Klammerfetischisten
Es gibt doch tatsächlich eine Objective-C Bridge für das zweitbeste Scheme der Welt. Und ich hab das noch nicht vorher gesehen. Sieht sehr interessant aus, der Autor hat ein nettes Tutorial online, in dem er mit Scheme sein iTunes steuert. Und noch jede Menge anderer Source-Samples für Chicken-Scheme, unter anderem den obligatorischen Currency-Converter. Allerdings braucht man da eine neuere Chicken-Scheme-Version (also einen aktuellen Snapshot), sonst ist der -objc Schalter nicht unterstützt.
Wenn die noch weiter so produktiv sind, wird Chicken bald das beste Scheme von seinem Platz verdrängen
Die Installation ist allerdings ziemlich haarig, daher hier ein paar Notizen wie ich es gemacht habe:
Chicken Scheme 2.3 ist Minimum
libffi aus den Darwinports installieren: sudo port install libffi
objc Egg installieren:
sudo chicken-setup -c "-I/opt/local/include -L/opt/local/lib" objc
Gauche:ObjectiveCBridge - auch für Gauche Scheme gibt es eine Objective-C Bridge. Allerdings weniger ausgefeilte Beispiele.
HOC: A Haskell to Objective-C Binding - sogar für Haskell gibt es eine Objective-C Bridge, die ich noch nicht kannte.
Der wirkliche Grund hinter Hartz IV?
Wenn man sieht, wie 1-Euro-Jobber als Streikbrecher gegen VERDI eingesetzt werden, dann könnte man ja schon auf komische Gedanken kommen:
Gegen den Streik im Dienstleistungsgewerbe werden jetzt 1-Euro-Jobber als Streikbrecher eingesetzt. In der niedersächsischen Stadt Osnabrück müssen Hartz-IV-Empfänger auf Druck des öffentlichen Arbeitgebers die städtischen Müllwagen fahren. Zu Wochenbeginn musste dies durch einen massiven Polizeieinsatz gegen die Streikenden durchgesetzt werden.
Aber natürlich gehts bei den 1-Euro-Jobs nur darum, die Menschen auf Arbeit vorzubereiten und sie zu motivieren. Zu was sie durch solche Aktionen allerdings motiviert werden sollen ...
Dresdner war «Vertrauensbank der SS»
Eine von der Dresdner Bank selbst in Auftrag gegebene historische Studie belegt die Verstrickung der Dresdner Bank in die Nazi-Herrschaft, die deutlich über die Verstrickung der Deutschen Bank und der Commerzbank hinaus gingen. Diese drei Banken waren auch diejenigen, deren Auflösung in den OMGUS Berichten empfohlen wurde (welche aber nicht umgesetzt wurde).
Nokia 770 and Virtual Bluetooth Keyboard - wie man das Laser-Keyboard mit dem 770er zusammenbringt.
OpenVPN on Maemo - Portierung von OpenVPN auf das Nokia Pad. Könnte recht interessant sein, da man über freie WLAN Hotspots ja nun ein bischen zu sichtbar für andere ist.
Protzgehabe testosteron-geschädigter Prolethiker
Ist es nicht niedlich, wie der Verteidigungsminister über völlig theoretische Szenarien aufplustert?
Da das Verfassungsgericht den so genannten Abschuss-Paragrafen gekippt habe, gebe es bei Terrorgefahr nicht mal eine gesetzliche Grundlage für den Abschuss unbemannter oder ausschließlich von Terroristen besetzter Flugzeuge. Möglich wäre das nur als Notwehr bei einem übergesetzlichen Notstand. "In dem Fall würde ich auch einen entsprechenden Befehl erteilen." Als Verteidigungsminister sei er verpflichtet, die Bürgerinnen und Bürger vor einem solchen Angriff zu schützen.
Der arme Kerl - bisher hat es zwar überhaupt keinen terroristischen Angriff mit Dronen oder ausschließlich von Terroristen besetzten Flugzeugen gegeben, noch hat es irgendwelche Hinweise auf Planungen in der Richtung gegeben, aber es klingt doch sicherlich ganz doll männlich, wenn man so den großen Macker raushängen lässt.
Was für ein aufgeplusteter Dummschwätzer.
Bayrisches Innenministerium gegen das Grundgesetz
Wie war das noch mal mit der Diskriminierung? Bayern will Einbürgerungswilligen bei Unterstützung der PDS keinen Pass geben:
Neben der seit Jahrzehnten praktizierten Regelanfrage beim Verfassungsschutz soll in Bayern jeder Einbürgerungswillige künftig auch befragt werden, ob er einer der vom Innenministerium in München als extremistisch eingestuften Organisationen angehört oder diese unterstützt. Grundlage ist eine Liste aller vom Bayerischen Verfassungsschutz beobachteten Organisationen, zu denen seit 1990 die PDS gehört. In Einzelfällen, so bestätigte der Sprecher des Landesinnenministeriums, Thomas Ziegler, am Mittwoch gegenüber junge Welt, könne nichtdeutschen Linkspartei-Mitgliedern daher die Einbürgerung verweigert werden. Schon der Kauf von Presseerzeugnissen der Linkspartei.PDS oder der Besuch von Parteiveranstaltungen könne als »Unterstützung« ausgelegt werden.
Artikel 1, Absatz 3: Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. - aber sicherlich will Beckstein das dann auch ändern.