Los ihr Wirthianer und Oberonistas. Lauft, nein rennt und holt euch die PDF-Ausgabe von Project Oberon. Hey, ich weiss, das ist alles nicht mehr so ganz state-of-the-art und einige Aspekte des Oberon-Systems waren schlichtweg albern (vor allem seine Begründung für nicht überlappende Fenster im Windowing-System ), aber trotzdem ist das Buch absolut lesenswert. Und das vorgestellte System hat immer noch eine Menge Charme, auch wenn es weitestgehend in der Versenkung verschwunden ist.
Sandvox - der neue GUI-Editor für Websites, der gerade von Karelia als Beta vorgestellt wurde - ist von der Idee her wirklich nett. Er bietet eine gesamtheitliche Sicht auf die Website - und zwar auf die Komponenten der Website. Schön strukturiert, so das man sehr leicht Änderungen an Seiten machen kann. Das ganze ist dann auch wirklich einfach zu bedienen - mit netten Wizards und einer guten Integration in iLife. Publishing geht auch nicht nur auf .Mac, wie bei iWeb, sondern zum Beispiel per SFTP auf einen normalen Server.
Und Sandvox saugt Hamster durch Strohhalme.
Sorry, aber netter kann man es nicht formulieren. Das Teil ist in der vorliegenden zweiten Beta eine komplette und totale Katastrophe. Ich hab dem Teil nicht viele Aufgaben gestellt - dazu kam ich nicht. Ich habe eine Startseite angelegt, eine Seite mit einem einzelnen Bild und ein Bilderalbum. Nichts davon ist wirklich sonderlich schwer. Das Photoalbum hat 39 Bilder verpasst bekommen - aus iPhoto direkt übernommen. Auch das ist nichts kompliziertes, sollte man meinen.
Die Software reisst aber nur durch diese Bilder mal eben 1.5 GB Speicher an sich und reduziert einen Mac Mini zu einer kriechenden Schnecke. Bei jedem Klick in der Navigation in der Software wartet man locker mal 10 oder 15 Minuten, bis die gewählte Seite auftaucht. Die erstellte Datei mit der Site ist übrigens nur 280 KB groß - wieso die dann im Speicher so viel belegt, will ich glaub ich garnicht wissen ...
Zusätzlich bietet es zwar nettes Publishing auf Server - mit einem komfortablen Wizard zur Einrichtung und zur Prüfung. Nur liefert dieser dämliche Wizard bei der Prüfung keinerlei sinnvolle Informationen und bekommt bei einem einfachen SFTP-Connect schon einen Timeout - und zwar auf einen Server, auf dem ich parallel schon in einem Terminalfenster mittels SSH eingelogged bin.
Ein Publishing anderweitig zu realisieren (z.B. in ein lokales Verzeichnis und dann anschließendem Kopieren auf den Server) hab ich mir angesichts der horrenden Speicher- und CPU-Belastung gespart. Deshalb gibts auch keine Aussagen zum generierten HTML.
Sorry, ich versteh ja, daß Karelia die Beta schnell rauskriegen wollte - vor allem in Anbetracht der iWeb Ankündigung. Aber dann sollte man vielleicht draufschreiben, das die Software auf einem Mac Mini komplett unbrauchbar ist. Nichtmal Aperture ist so ein Resourcenschwein ...
Auch wenn die FDP in der Opposition ist - bei den Urheberrechten spannt sie sich genauso vor die Musikindustrie wie die derzeitige Regierung:
Hans-Joachim Otto, Medienexperte der FDP-Bundestagsfraktion, sieht in einer Kulturflatrate eine "Missachtung des Urheberrechts". "Wer die massenhafte Herstellung rechtswidriger Kopien im Internet durch eine Pauschalzahlung faktisch legalisieren will, hat die Grundsätze des europäischen Urheberrechts nicht verstanden und missachtet die Notwendigkeit eines wirksamen Schutzes kreativer Leistungen", heißt es in einer Mitteilung der FDP-Bundestagsfraktion. Die FDP unterstütze alle Bemühungen, die einer weiteren Stärkung des Urheberrechts im digitalen Kontext und einer Förderung des Respekts vor dem geistigen Eigentum dienen.
Die Haltung der FDP als angebliche Freiheitspartei ist ja auch ganz logisch: lieber alle Benutzer kriminalisiere, bevormunden und gängeln, als eine kaputtgemanagte Industrie mal dazu zwingen, sich mit Realitäten auseinanderzusetzen. Freiheit ist bei der FDP eben nur die Freiheit der Unternehmen, nicht der Bürger.

Ist das nicht toll, wie die Kirche schön dabei hilft, lästige Betriebsräte zu entsorgen? Wirklich faszinierende Methode. Denn Kirchen haben eben nichts mit einer demokratischen Gesellschaft gemeinsam. Und letzten Endes sind sie in ihrer Struktur sogar demokratiefeindlich. Besonders spannend find ich dann so das Vorgehen der Krankenhausleitung:
Eine Woche später habe der Manager der Belegschaft erklärt, das Krankenhaus sei von nun an evangelisch. Die freigestellten Betriebsräte wurden angewiesen, an ihre alten Arbeitsplätze zurückzukehren. Als Altenschmidt und der ebenfalls freigestellte Tobias Michel dem nicht nachkamen, folgte die Abmahnung. Am vergangenen Freitag wurden die Schlösser des Betriebsratsbüros ausgetauscht. Die Akten der Beschäftigtenvertretung mit zum Teil vertraulichen Informationen habe man aber zuvor in Sicherheit bringen können, so Altenschmidt.
Sicherlich wird die Kirche selber das ganze dann wieder ganz toll hinstellen, denn schliesslich hat man ja wieder etwas mehr Einfluß gewonnen - egal wie absurd die Bezeichnung als "kirchlicher Träger" ist. Denn das meiste Geld kommt eh weiter von der öffentlichen Hand. Sieht man auch nett in Münster, in der viel zu viele Schulen und Kindergärten einen angeblich kirchlichen Träger haben - aber die finanzielle Hauptlast weiter bei der Stadt liegt.
Für mich ist die Kirche mit diesem absurden Kirchenrecht - nach dem Mitarbeiter und vor allem auch Mitarbeitervertreter in der Kirche sein müssen und Streitigkeiten zwischen Mitarbeitervertretung und Geschäftsleitung nur vor der ebenso absurden Kirchengerichtsbarkeit vertreten werden können - schlicht verfassungswidrig.
Wie steht es in unserem Grundgesetz, Artikel 3, Absatz 3?
Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
Gilt scheinbar nicht für Kirchen. Und für Manager von Krankenhäusern, die mal eben schnell das Krankenhaus der Kirche schenken, nur um den Betriebsrat loszuwerden.
Ok, es hat mir natürlich keine Ruhe gelassen, daher hab ich mich mit dem extrem lahmen Teil gequält und das 39-Bilder-Album durch ein 6-Bilder-Album ersetzt. Immer noch langsam, aber dafür wenigstens soweit erträglich, das ich ein lokales Publishing hinbekommen habe und die Files dann von Hand übertragen habe.
Das ist meine tolle Homepage
Was auffällt: der HTML-Code ist tatsächlich einigermaßen brauchbar. Ohne Stylesheet sind die nötigen Skips über die Navigation und den Sidebar drin und es werden tatsächlich auch mehr Tags als nur DIVs benutzt. Allerdings fällt auch auf, das extrem viele DIVs mit vielen Klassen drin sind - im Prinzip ist fast alles gedived. P-Tags und andere logische Strukturierungen sind nicht so viele vorhanden (ok, ich hab ja auch nicht viel Text geschrieben, aber trotzdem würde ich wenigstens einzelne Absätze erwarten). Besser als das HTML von iWeb sieht es aus.
Eine Reihe von Bugs sind auch noch aufgefallen - aber dafür ist es ja eine Beta, das sehe ich nicht so kritisch wie die exorbitante Speicherbelegung. Ich hab übrigens ganz bewusst nur eines der vordefinierten Stylesheets genommen und nicht sehr viel daran geändert. Eine Filmseite hab ich auch mal angelegt, aber irgendwie scheint da noch das wichtigste - die Einbettung des Films - zu fehlen. Jedenfalls hat er meinen Film aus iMovie zwar angeboten, aber nicht übernommen. Naja, so bleibt euch wenigstens mein blödes Gesabbel erspart