Am Rande notiert ...

Noch ein Rettungsschirm. Warum ich dann wohl demnächst nicht mehr auf Medien verlinken werde. Also Zeitungen und so ein Unfug. Und ganz ehrlich? Ich hoffe sogar darauf, dass Google die deutschen Verlage aus dem Index wirft. So komplett. Dann soll mal das Geschrei und später Gejammer losgehen, wie in Belgien. Da wäre dann wenigstens der Unterhaltungswert endlich wieder da.

Offener Brief an die Contentindustrie. Der Schockwellenreiter empfiehlt es und ich kann nur zustimmen: lesen lohnt sich. Das ist mal ein wirklich runder Rant gegen diese erbärmlichen „Contentproduzenten“, die sich in offenen Briefen zu herabwürdigenden Tiraden gegen und Lügen über die Netzgemeinde aufstellen lassen.

Copiepresse: Googles Suchmaschine zeigt wieder belgische Zeitungen. Die Internetversteher von den großen belgischen Presseergüssen haben dann doch mal gelernt, das Internet zu vestehen (wenigstens den Teil von „bist du raus, bist du draussen“ den sie sich selber eingebrockt haben). Schon ziemlich peinlich, was die da getrieben haben.

Urteil: Sharehoster müssen externe Linksammlungen prüfen. Das ganze klang irgendwie absurd, meine erste Reaktion war „Landgericht Hamburg“ – und siehe da, es ist das LG Hamburg. Und es ist so absurd, wie vermutet. Und im Falle von Sprüchen des LG Hamburg glaube ich auch nicht unbedingt, dass die Reporter das bloß falsch wiedergegeben haben. Hamburg ist Deutschlands Texas.

Leistungsschutzrecht: Bundesjustizministerin über eine Abgabenpflicht für Zitate. Wieder einmal hilft die Politik den Internet-Nicht-Verstehern und Rechteabzockern in Firmen mit kaputtem Geschäftsmodell auf Kosten der Arbeit anderer Geld zu machen. Und so ganz nebenbei wird das Zitatrecht vernichtet. Denn glaubt wirklich jemand, dass „kommerziell“ nicht ganz schnell zu „geschäftsmäßig“ und dann über juristische Spitzfindigkeite zu „jeder Blogger“ wird? Reicht ja schon Werbung auf dem eigenen Blog um ganz schnell als kommerzieller Anbieter betrachtet zu werden. Und ganz toll natürlich die Idee, eine weitere Verwertungsgesellschaft für den Quatsch einzuführen, die ja auch gleich wieder ordentlich bezahlt werden will. Irgendwann müssen wir dann wohl die Gaslieferanten bezahlen wenn wir furzen wollen.

„In den aktuellen AGB sichert sich Twitpic das Recht zu, die Bilder, die Nutzer über den Dienst veröffentlichen, weiterzuverwenden.“ – und zwar auch kommerziell, und den Partner hat sich TwitPic gleich schon mit WENN besorgt. via Twitter-Bilder: Verwirrung um Twitpic – Golem.de. Das ist also wieder einer der Dienste die man besser nicht verwendet, denn natürlich erhält der Urheber der Bilder kein Geld für die Verwertung.

The Self Publishing Revolution: Amazon in the Book Banning Business. Diesmal gehts gegen erotische (ok, seien wir ehrlich: pornographische) Bücher von Selena Kitt. Aber wer sagt, dass Amazon da aufhört? Und selbst wenn natürlich Amazon das Recht hat zukünftig ein Buch nicht anzubieten (gibt genug Alternativen für eBook Stores), was ausser ihren ToS gibt ihnen das Recht verkaufte Bücher zu löschen? Nach der 1984 Peinlichkeit dachte man ja, sie hätten es begriffen. Dabei war dort die Ursache ein Rechteverstoß des Publishers auf den Amazon reagiert hat – diesmal ist es reine Willkür. Das ganze bestätigt meinen Ansatz nie eBooks zu kaufen, die ich nicht von ihrem DRM befreien kann. Allein als Investitonsschutz notwendig. (und natürlich vorzugsweise Bücher gleich ohne DRM kaufen wenn möglich)