vibecoding

DietrichGebert/ponytail: Makes your AI agent think like the laziest senior dev in the room. The best code is the code you never wrote. - ein sehr interessantes Plugin für diverse coding agents (unter anderem Pi und OpenCode, die ich am häufigsten benutze, aber auch alle großen bekannten Agenten aus dem kommerziellen Umfeld), mit dem unnötiger Code gefunden werden kann. Es zielt direkt auf die typischen Schwächen von angentisch erstelltem Code, der oft unnötige Abstraktionen und Indirektionen und Code-Duplikate enthält, die deutlich einfacher abbildbar sind. Auch Re-Implementierungen von Sachen die schon im Standard enthalten sind oder unnötige Abhängigkeiten von externen Bibliotheken, die man leicht durch wenige Inlines und Standardfunktionen ersetzen kann.

AbarthJoe/Qwopus3.6-27B-v2-oQ8-mtp · Hugging Face ist ein sehr interessantes Modell: Qwen 3.6 27B - eines der besten dichten Modelle für Coding - mit fine-tuning basierend auf Opus Thinking Bubbles. Das Ziel ist eine gute Basis für ein Coding-Modell zu haben, dass mit relativ geringem Speicher auskommen kann. Und in dieser Version ist es die MLX konvertierte Variante mit 8bit Quantisierung und allen Gewichten für natives MTP. Auch wenn das nicht der aller schnellste Renner ist, ist es immerhin benutzbar und ziemlich gut schon bei der Analyse von Code in meinen kleinen Tests.

opencode - nach den hundsmiserablen Preiserhöhungen der diversen Coding Agent Betreibern (Microsoft jetzt als letztes mit massiven Preiserhöhungen) wirds immer wichtiger auf alternativen zu gucken und OpenCode Go ist im Moment ein durchaus ernstzunehmendes Angebot mit einigen ziemlich guten Modellen im Mix, die auch noch open weight sind und dadurch auch über mehr als einen Anbieter betrieben werden können. Hat sich bei mir für meinen OpenClaw gut bewährt bisher.

Dicklesworthstone/pi_agent_rust: High-performance AI coding agent CLI written in Rust with zero unsafe code ist ein ganz interessantes Projekt, das eine Reimplementierung von pi.dev in Rust ist, mit stärkerem Fokus auf Sicherheit, aber weiterhin der Offenheit von Pi, also nicht tausende von Tools und Workflows schon im Kern, sondern einfach ein m inimalistischer Agent.

nvidia/NVIDIA-Nemotron-3-Super-120B-A12B-NVFP4 · Hugging Face wird wahrscheinlich das erste große Modell auf der ASUS Ascent GX10||ASUS Deutschland werden, weil es optimiert auf NVFP4 trainiert wurde - und damit nicht eine "verdummung" erfährt, wegen der Quantisierung, sondern ganz normal wie erwartet funktioniert. Und es ist auf agentische Workflows optimiert, was OpenClaw begünstigen sollte, genauso wie der 1M Context, der in dem Modell vermutlich sogar genutzt werden kann (andere Architektur als klassische Transformer basierte Modelle).

pi.dev ist ein minimalistischer Harness für agentic coding, dessen Fokus nicht auf Features, sondern auf Erweiterbarkeit liegt. Die Grundidee ist solide:. eine sehr einfache Harness die durch Typescript-Plugins erweitert werden kann, so dass sich die Harness an den eigenen Workflow anpassen und an die eigenen Anforderungen. Werde ich mir vielleicht demnächst mal angucken.

steveyegge/beads: Beads - A memory upgrade for your coding agent ist ein Todo-Listen-Tool für Agenten. Im Prinzip ein Gedächtnis für Projekte über das sich Agenten steuern können (hinterlegen von Tasks und Features) und auch komplexere Abläufe gesteuert werden können, bei denen ein Agent über eine ganze Reihe von Issues laufen muss und diese lösen muss, wo Tasks abhängigkeiten haben können und Agenten nur den Satz an Aufgaben sehen, die auch wirklich gerade angegangen werden können. Interessant für Projekte, in denen man Agenten in Loops laufen lassen will, um größere Aufgaben zu lösen.

paperclipai/paperclip: Open-source orchestration for zero-human companies ist ein Ansatz um Agenten zu orchestrieren und zu verwalten. Das interessante hier ist, dass es mit einer Organisation angelehnt an eine Firmenorganisation arbeitet und mit Mitteln die Kommunikation der Agenten abbildet, die eine gute Transparenz bieten könnte. Ich habe es noch nicht ausprobiert, aber neben gastown eines der interessanteren Projekte zu diesem Thema. Das ganze Umfeld von Agent-Orchestrierung ist alles noch recht neu, von daher ist das noch ein großes Feld an Experimenten, aber spannend zu beobachten.

mistralai/mistral-vibe: Minimal CLI coding agent by Mistral - begleitend zum AI Studio - Mistral AI gibt es die Vibe-Coding Oberfläche zu Devstral auch als Open Source. Sehr nett, weil es ein gutes Paar macht. Wird definitiv bei mir etwas ausprobiert, auch wenn ich sicherlich für große Projekte dann eher zu den Boliden (Opus 4.6) greifen würde.

AI Studio - Mistral AI - da in den USA ja doch wieder die Lage etwas angespannter wird, und einfach weil man immer mal gucken sollte, was außerhalb der USA passiert, hier ein Link auf eine europäische Alternative zu den großen US Betreibern. Mistral bietet mit Devstral 2 ein Coding-Modell an, das nicht nur open weights ist (also frei zu bekommen und zu betreiben, wenn man die nötige Hardware hat), sondern auch im Betrieb bei Nutzung von Mistral selber recht günstig ist. Und die Leistung liegt etwas oberhalb Claude Haiku 4.5, und zwar unterhalb Sonnet 4.5, aber nicht super weit. Also durchaus brauchbar und meine ersten Experimente waren nicht schlecht. Leider keine Vision-Fähigkeit, also für Experimente mit Bildern nicht so geeignet (und daher für mein bDS nicht ideal), aber trotzdem spannend genug um es im Auge zu behalten.

OpenCode | Der Open-Source AI-Coding-Agent - ein open-source coding agent der so langsam Claude Code den Rang ablaufen könnte. Sehr gut in der Ausführung und vor allem Provider-agnostisch. Man kann jedes Modell anhängen, sogar ein selber lokal gehostetes mit LM Studio oder ollama. Wenn man einfach mal spielen will, kann man es auch einfach nur runterladen und loslegen, sogar ohne eine Kreditkarte zu hinterlegen (dann natürlich mit limitierten Tokens, aber für erste Experimente durchaus nutzbar. Und unabhängig von den großen Anbietern (ok, außer deren Modelle, wenn man die benutzen will - und für ernsthaftes Coding sind die leider noch notwendig). OpenCode bietet auch selber AI Modelle an, die dann abgerechnet werden, aber ein paar Modelle sind immer frei verfügbar und bieten damit durchaus ernsthaftes Experimentieren ohne Investment.

Steve Yegge on Vibe Coding

Interessantes Interview mit Steve Yegge (ja, genau, Flamer-Steve der früher oft durch sehr pointierte bis polemische Kommentare aufgefallen ist). Mein Lieblingszitat: "we are entering the John Deere era of programming" - yep, nicht mehr der kleine Landwird mit Familienbetrieb oder die kleine Kooperative, sondern die große Welle mit großen Codeengen die entstehen werden in Massen. Ebenfalls interessant der Punkt, dass Code-Merge in der nahen Zukunft das Bottleneck wird, weil 10x produktive Programmierer halt auch 10x an Code produzieren und mehrere von denen die gleichzeitig reorganisieren weils gerade mal dazwischen passt - autsch.

Meine eigenen Erfahrungen mit Vibe Coding: die Software, mit der ich jetzt mein Blog manage, ist komplett so entstanden. Ich baue auch an Tools für SecondLife Content per Vibe Coding. Ich nutze es auf der Arbeit für Prototypen aber auch für komplexe Desktop-Anwendungen für speziellere Zwecke. Und das ganze jetzt seit Dezember. Ich muss sagen, dass ich definitiv das Gefühl habe, das die Programmierung vor dem Umbruch steht, der vergleichbar mit der Einführung von Hochsprachen (etwas vor meiner Zeit) oder die Einführung von Runtimes mit Speichermanagement (Java, DotNet, ...) ist. Dementsprechend laut ist es gerade mit all den Pro- und Contra-Stimmen. Aber spannend ist es definitiv. Und die Welt wird sich für Programmierer definitiv ändern.

Big Damn Stupid - ne, Blogging Desktop Server. Im Moment mein Lieblingsprojekt an dem ich mit Vibe-Coding herumspiele und mir eine Software baue, mit der ich das Blog betreiben kann. Aber diesmal mit der klaren Perspektive, dass ich nicht wieder dem Bitrot oder der Komplexitätsspirale erliege. Simple Software mit brauchbarer Oberfläche für die Pflege der Blogbeiträge, aber die Speicherung als Markdown Files mit YAML Frontmatter um einfach stabil für die Zukunft zu sein. Das ganze dann mit sqlite für Caching und Volltextsuche und andere Komfort-Features und git für die Synchronisation der Blog-Daten, und git-lfs für die Bilder. Fühlt sich gerade richtig brauchbar an.